23.10.08

Handyporto

Wieder eine Funktion mehr, die das Handy erfüllen kann und wieder ein Service-Merkmal mehr für die Deutsche Post. Seit wenigen Tagen besteht die Möglichkeit, eine sms, mit dem Text "Brief" oder "Karte" an die Post zu senden, um das Porto zu bezahlen. Daraufhin schickt die Post eine sms mit einen zwölf-stelligen Code zurück. Diese zwölf Zeichen, die sich über drei Zeilen à vier Zahlen erstrecken, müssen auf den Brief / die Karte, an die "Briefmarkenstelle" geschrieben werden.
Schöne Sache, sehr praktisch könnte man denken, aber nicht mehr wenn man sich die Preise ansieht. Der Standard-Brief kostet 95 anstatt 55 Cent, die Postkarte 85 Cent und dazu kommt auch noch der Preis für die sms (je nach Anbieter/Tarif verschieden). Schwupdiwup ist der einfach Brief plötzlich doppelt so teuer als normal.
Quelle teltarif
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21.10.08

MeinVZ nun auch mit Chatfunktion

Bei MeinVZ gibt es jetzt einen Plauderkasten, der wie icq oder wie ein Chat funktioniert.
Mein vollständiger Post über MeinVZ ist hier zu lesen.
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18.10.08

Wie der Vogel

Heute war ich in einem Restaurant zu Gast, an dem ich schon unzählige Male vorbeigelaufen oder -gefahren bin, aber noch nie einen Blick hineingeworfen hatte.
Die Aufmachung der Location habe ich von Außen als stilvoll empfunden, so dass ich vermutete, dort etwas "Besseres" zu finden. Umso erstaunter war ich über die schlichte, langweilige Innenausstattung. Der erste Raum, in dem sich der Tresen befindet, wirkte auf mich noch eher gemütlich, vielleicht weil er recht schmal ist. Zu rechter Hand, von der Tür aus gesehen, ist ein zweiter, größerer Raum, der auf mich einfach nur kahl wirkte, obwohl wenigstens auf jedem Tisch ein Teelicht im Glas stand.
Der Moment des Eintretens in das Restaurant war schlimmer als in einer übersichtlichen, ruhigen U-Bahn. Wer Auftritte mag, wird es genießen, dass sich mit dem Öffnen der Tür schlagartig alle Blicke auf den Neuankömmling richten. Ich gehöre nicht zu diesen ständig nach Beachtung suchenden Menschen, und fand es von daher sehr unangenehm, so dass bei mir wohl ein Fluchtreflex einsetzte und ich in den zweiten, fast leeren Raum lief. Den ersten, kleineren Raum habe ich mir erst genauer angesehen, als ich vorsichtig um die Ecke lugte, um zu prüfen, ob ich mich zur Toilette vor wagen könnte. Erwähnenswert ist, dass in den WC-Kabinen das Licht nicht per Schalter, sondern über einen Bewegungssensor angeschaltet wird. Also auf dem Thron immer schön mit dem Kopf wackeln, sonst wird es dunkel.
Die Speisekarte ist interessant, und zwar nicht nur optisch, weil sie selbst-gebastelt und sogar teilweise handgeschrieben ist, sondern weil dort wirklich außergewöhnlich gekocht wird. Ich denke mal, als gehobene Küche bezeichnet man das, was dem durchschnittlichen ungebildeten Menschen Probleme bereitet, die Speisekarte zu verstehen. Zu finden sind dementsprechend auch Gerichte, die der durchschnittliche Gaumen wohl weniger kennt.
Meine Begleitung hat es geschafft, sich etwas besonders Exotisches für 8,-€ aus der aktuellen Wochenkarte heraus zupicken, was ich sehr neugierig probiert habe. Es waren Nudeln in Bonbonform, die mit einer süßen Walnuss-Irgendwas-Masse gefüllt und karamellisiert waren. In diesem Moment habe ich zum ersten mal den Aha-Effekt gehabt und begriffen, warum es schön sein kann, eine Nudel-Maschine zu Hause zu haben, sich also Nudeln selbst zu machen. Geschmeckt hat das exotische Gericht süß, scharf, etwas fettig und es war ziemlich sättigend. Für mich wäre diese Speise eher als Nachtisch und dementsprechend kleiner portioniert interessant gewesen, aber beeindruckend war es allemal.
Ich hatte Pappardelle für 8,50 €, was nichts anderes als breite Bandnudeln sind, mit Rinderfiletspitzen, die übrigens wie normales Rindfleisch geschmeckt haben, mit getrockneten Tomaten, Pinienkernen ... alles sehr interessant und ungewöhnlich sättigend. Über den Sättigungsfaktor bin ich wirklich beeindruckt, denn ich habe an diesem Tag nichts mehr gegessen, obwohl ich noch lange wach war.
Da während unseres Besuch gerade Happy-Hour war, suchten wir uns noch einen Cocktail für 4,50 aus. Mir fiel auf, dass die meisten Cocktails dort wenig Alkohol enthalten. Immerhin habe ich zwei Stück gefunden, die vier hochprozentige Alkoholika in sich haben. Entschieden habe ich mich dann für einen Cocktail, der Wodka, Gin, Rum, Tequila sowie Sekt und noch ein paar andere Zutaten enthalten sollte. Richtig zufrieden war ich mit dem Drink aber nicht, obwohl der Geschmack ok war, denn ich hatte das Gefühl, dass ich sehr wenig Hochrpozentiges im Glas hatte.
Die Bedienung, die ich erwischt hatte, war nicht gerade angenehm. Gebettelt und verkauft wurde zum Glück nicht, währenddem ich zu Gast war in diesem Restaurant.
Alles in allem hätte ich nicht den Wunsch, dort wieder einzukehren, höchstens in ein paar Jahren mal wieder zu sehen, wie sich das Restaurant verändert hat.

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12.10.08

Reich-Ranickis Kritik an der deutschen Fernsehpreisverleihung


Nachdem schon heute früh in den Zeitungen zu lesen war, dass Marcel Reich-Ranicki bei der Aufzeichnung zur Verleihung des deutschen Fernsehpreises einen Eklat herbeigeführt hat, war ich gespannt, ob das ZDF seinen Beitrag herausschneiden oder senden würde. Herausschneiden wäre etwas peinlich, da die Presse bereits darüber berichtet hat und aufgrund dieser Berichterstattung sicher mehr Zuschauer zu erwarten sind. Ginge man davon aus, dass die Mehrheit der Bevölkerung keine Zeitung liest, könnte man denken, so eine Zensur fiele dementsprechend nicht vielen Leuten auf. Aber wer guckt schon gross Fernsehpreis? Da würde ich mal vorsichtig nicht von der Mehrheit der Bevölkerung ausgehen. Also was ist nun peinlicher? Diesen Beitrag senden oder zensieren? Oder haben Fernsehfuzzis gar kein Schamgefühl, weil sich das nicht mit den Quoten vereinbaren lässt?
Aber hier nun erst einmal der Redebeitrag von Marcel Reich-Ranicki:



Sehr interessant fand ich, nebenbei bemerkt, auch die Mimik der teilweise bekannten Gesichter im Publikum. Recht hat Reich-Ranicki meiner Meinung nach: Das Fernsehen ist oft allerunterste Schublade und ich denke, wir Zuschauer können gar nichts anderes tun, als den Fernseher ausgeschaltet zu lassen oder DVD zu gucken. Solange die Privaten für ihre Trash-Formate gute Quoten bekommen, werden sie nur versuchen, immer billiger zu produzieren - und die Öffentlichen werden auf der quotenbringenden Welle mitschwimmen. Der Literaturkritiker hat offensichtlich schon lange nicht mehr das sog. "Unterschichtenfernsehen" eingeschaltet, und so sagte er in seiner Ansprache, dass er nicht geahnt habe, was da auf ihn zu komme, und dass er nicht in diese Reihe gehöre. Insofern könnte man diesen Fernsehpreis genaugenommen sogar als Beleidigung verstehen. Daher war es in doppeltem Sinne ein Fauxpas der Fernsehfuzzis, ihn überhaupt zu dieser Preisverleihung einzuladen. Schon alleine deshalb finde ich es gerechtfertigt, dass Ranicki aus der Rolle gefallen ist, anstelle den Preis anzunehmen.
Ist denn so eine Preisverleihung der richtige Rahmen für eine vernichtende Kritik am deutschen Fernsehen? Meines Erachtens nach existiert kein richtiger oder falscher Rahmen für eine derartige Kritik. Es war seine Redezeit und die freie Meinungsäusserung ist im Grundgesetz verankert. Natürlich hat jeder Mensch das Recht, seiner Meinung Ausdruck zu verleihen, aber bewirken kann man nur etwas, wenn sie auf fruchtbaren Boden fällt. Reich-Ranicki hat auf der Preisverleihung die Gunst der Stunde erkannt, um seiner Meinung in einem Millionenpublikum Gehör zu verschaffen. Ändern wird sich durch diesen Eklat nichts, denn wichtig sind nur die Quoten, und solange sich genug Zuschauer finden, die sich für niveaulose Comedys und "Strassenfernsehen" interessieren, bleibt alles so oder wird noch schlimmer.
Zum Abschluss noch mal was Lustiges:


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13.09.08

Blöde Foto-Masche

Mich hat mal wieder einer von diesen Dummen-Fängern angeschrieben. Ein Profi-Kontakter, der mich auf eine "komische" Seite locken wollte. Die steckt voller Rechtschreib- und Grammatikfehler. Schon alleine aus diesem Grunde hätte ich dem Mann niemals Interesse entgegen gebracht. Das ist der Text:
hi,ich trau mich jetzt einfach mal dich anzuschreiben.ich finde nämlich du kommst echt sympatisch rüber :-).darf ich dich mal fragen was du hier genau suchst?ich meine bist du nur just for fun hier,oder bist du auf der suche nach etwas bestimmtes?ich möchte hier eine nette bekanntschafte machen und da hab mir gedacht das ich mich hier mal anmelde und mich einfach mal umschaue.tja,und nun bin ich auf deinem profil gelandet. :-)da du ja auch gar nicht soweit weg wohnst,dachte ich mir,wenn du denn interesse hast,ob man sich nicht einfach mal treffen könnte.ich hoffe ich fall jetzt nicht mit der tür ins haus,und ich habe sowas auch noch nie gemacht,aber wäre doch mal eine erfahrung wert,einfach mal drauf los.mal einfach ganz spontan sein,was hälst du davon?ich mein was haben wir da zu verlieren,könnte ja auch ganz witzig werden.natürlich wäre da jetzt noch ein klitzekleines problem.da du ja gar nicht weißt wie ich aussehe.hätte dir hier auch gern ein bild von mir gezeigt,nur hab ich es nicht hin bekommen.habs ein paar mal probiert,hat aber leider nicht geklappt.habe aber noch ein aktuelles bei love-klick,da ging es ganz einfach.müßtest dich dafür nicht mal extra anmelden!brauchst da nur knuffel in die schnellsuche eingeben und schwups da bin ich :-).also,wenn ich dir dann auch gefalle,und du auch lust auf ein treffen hast würde ich mich echt freuen wenn du dich melden würdest und wer weiß was drauß wird zumindest könnte sich daraus eine gute freundschaft entwickeln,zwischen zwei menschen die sich wohl sonst nie getroffen hätten.und das alles dank des internets ;-)so,jetzt will ich dich auch nicht länger volltexten,ansonsten denkst du von mir noch das ich son olle arsch bin.brauchst keine angst haben,würde dich dann auch mal zu wort kommen lassen **grins**
'Na, dann grins du mal!', dachte ich mir, denn das wird ihm gleich vergehen, wenn er gesperrt wird. Ich habe ihn natürlich sofort gemeldet. Erstens steht bei mir im Profil, dass Anbaggern zwecklos ist und zweitens ist der Text ganz offensichtlich Kontakt-Spam, weil er so tut, als könnte er kein Foto hochladen, was völliger Quatsch ist. Jeder normale User hätte nach Hilfe gefragt, wie er ein Foto hochladen kann. Naja und dann die Seite Love-Klick - da würde ich sowieso niemals reingehen.
Es hat übrigens noch nicht mal zwei Stunden gedauert, bis das Profil dieses Fake-Users von der Plattform verschwunden ist.

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18.08.08

Pixlr

Ich habe gerade ein Online-Bildbearbeitungsprog namens Pixlr gefunden, das momentan in der Beta-Phase ist und flashbasiert im Browser läuft. Die Benutzer-Oberfläche ist mit Photoshop vergleichbar. Funktionell könnte man das Tool als Lightversion vom Meister der Disziplin bezeichnen. Welche Features es hat und welche Erfahrungen ich damit gemacht habe, erfahrt ihr, wenn ihr den Post weiterlest.

Einige der Features:
- Bildgrösse
- Auswahl markieren (Rechteck, Lasso)
- Bild drehen und spiegeln
- Pinsel
- Kopierstempel, Radiergummi, Wischfinger
- Filter: Verzerrung, Scharf- und Weichzeichner ...
- Ebenen und Layer
Dies sind nur mal die wichtigsten Funktionen, die mir bisher ins Auge gefallen sind.
Auf YouTube sind verschiedene Erklärungsvideos zu Pixlr zu finden.

Alles kostenlos und eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Da ich bei Photoshop - nach an meinen Bedürfnissen orientiert - eingearbeitet bin, hatte ich erwartet, mit Pixlr sofort loslegen zu können. Doch meine Erfahrungen sind alles andere als erbaulich:

Freistellen: Anfangs schneide ich die meisten Fotos erstmal zurecht, um das Objekt grösser rauszubringen, weil das Foto ohnehin kleiner werden soll und / oder um eine bessere Symmetrie zu erhalten. Bei Pixlr funktioniert das leider nicht: Zwar ist die Funktion zum Markieren vorhanden, aber das Problem beginnt bereits damit, dass ich während des Aufziehens des Bereichs nicht sehe, wo meine Markierung verläuft. Problem Nr. 2: Wenn die Markierung nicht perfekt sitzt, was sehr wahrscheinlich ist, da ich sie ohne interaktive Rückmeldung gesetzt habe, kann ich sie nicht mehr verschieben und muss von vorne beginnen. Hätte ich es tatsächlich geschafft, blindlings eine Markierung perfekt anzubringen, dann bin ich mit dem Problem Nr. 3 konfrontiert: Ich finde keinen Befehl "Freistellen" und nichts Vergleichbares. OK *grummel* Freistellen geht nicht! und damit kann ich schon kaum noch etwas mit dem Programm anfangen.
Das Kleinskalieren ist bei mir normalerweise der zweite Schritt. Wie auch bei Photoshop klickt man hier auf Bild --> Bildgrösse und kann die gewünschten Masse in Pixel eingeben. Das funktioniert.
Beschriftung: Was im Photoshop mit dem Buchstaben T wie Text bezeichnet ist, trägt hier den Buchstaben A. Die Schriftgrösse ist normal variabel, aber die Schrifttypen finde ich nicht ausreichend. Der Font, den ich üblicherweise benutze, ist nicht vorhanden. Wenn ich aufgehört habe zu schreiben, kann ich auf der Ebene nicht weiterschreiben, und somit auch keine Tippfehler korrigieren. Auch Verschieben kann ich den Schriftzug nicht, was ein weiteres grosses Manko ist. Normalerweise verbiege ich den Schriftzug noch etwas, z.B. so, dass ein Bogen entsteht. Auch das geht mir Pixlr nicht. Durch eine Reduzierung der Deckkraft des Schriftzugs erstelle ich mir für jedes veröffentlichte Bild ein Wasserzeichen, was als Signatur besonders effektiv gegen den weit verbreiteten Bilderdiebstahl ist. Leider kann ich hier die Deckkraft nicht verändern, obwohl ein Feld dafür vorhanden ist. Anstelle von Stilen gibt es hier etwas komisches, das mir auch nicht weiterhilft. An dieser Stelle sehe ich mein Experiment als gescheitert an. Denn wenn ich aus einem Café, Hotel oder von wo unterwegs auch immer ein Bild in den Blog laden will, muss es vorher nach den o.g. Kriterien bearbeitet werden, sonst ist es schnell gestohlen. Schade!
Die Fotos lassen sich fast alle grossklicken.
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10.08.08

Pennergame

Witzig-provokant oder diskriminierend? Anstoss zum Nachdenken oder Anzeichen von weiterer Verrohung der Gesellschaft? - und darf man das überhaupt?
Ihr habt richtig gelesen; es nennt sich tatsächlich Pennergame und ist ein öffentliches, kostenloses Browsergame, was in die Kategorie Strategiespiel einzuordnen ist. Es funktioniert nach dem gleichen Prinzip, wie das Schamhaar-Spiel. Auf der Internetseite wird der Surfer mit folgenden Worten empfangen: "Du bist ein untalentierter Penner am Hamburger Hauptbahnhof und kannst weder Lesen noch Schreiben.
Doch du hast das Ziel endlich Reich zu werden. Lerne Lesen und Schreiben um endlich Plakate vor dir aufzustellen um auf dich aufmerksam zu machen.
Lerne Gitarre spielen um Leute zu beeindrucken, miete dir einen Einkaufswagen um Pfandflaschen zu sammeln, werde Trickbetrüger und klaue anderen Menschen Uhren, Brieftaschen und Schmuck." Das Ziel besteht für die Spieler sich vom "Penner" zum Besitzer einer Villa hochzuarbeiten.
Spielekenner wissen, hier wurde das altbekannte Konzept vom Tellerwischer zum Millionär von Strategiespielen, wie z.B. dem c64-Spiel “From Rags to Riches” in eine neue Kulisse gesetzt.
Hiermit wurde ein Spiel geschaffen, was eine Menge Angriffsfläche für Kritik bietet. Allem voran wäre die abwertende Bezeichnung "Penner" für Obdachlose zu nennen. Weiter geht es mit dem Spieleablauf, in dem alle Untugenden, die sich immer wieder mit dem Phänomen der Obdachlosigkeit in Zusammenhang bringen lassen, wie etwa das Saufen, Prügeln, Stehlen, in diesem Prinzip zur klischeeartigen Lebensart der Obdachlosen festzementiert wird. Das schnelle Gegenargument kennen wir alle: Es ist doch nur ein Spiel. Aber dagegen lässt sich die Behauptung oder Vermutung des Unvermögens von Spielern setzen, die Realität eindeutig vom Spiel zu unterschieden.
Ein weiterer Kritikpunkt ist der Spam von Bettellinks. Das sind Links von einzelnen Spielern, die zu diesem Pennergame führen und dem Spieler eine Spende an Spielgeld einbringen.
Meine Meinung:
Die Neuauflage eines alten Konzepts mittels einer veränderten Kulisse ist an sich schon mal nichts ganz tolles. Das Brechen von Tabus, um den Eindruck zu erwecken, es würde sich um etwas noch nie dagewesenes handeln, ist auch keine Neuerfindung. Tabus wurden schon viele gebrochen und nun sind die Obdachlosen dran - das gab es so noch nicht und die können sich auch nicht gegen die Herabwürdigung und Instrumentalisierung wehren. Was mir an diesem Vorgehen nicht passt, ist, dass ausgerechnet Menschen, denen es verdammt schlecht geht, zu Spielfiguren degradiert werden, diese mit einem miesen Schimpfwort betitelt werden, sogar Bilder von Obdachlosen zu sehen sind. Für mich sieht es aus, als würden sich die Spieler auf deren Rücken amüsieren und die Spielebetreiber mit ihnen ihr Geld verdienen.

Update 31.10.2008:
Nun, wo das Online-Game ca. drei Monate im Netz steht und sich grosser Beliebtheit erfreut, wurde auch die offizielle Presse aufmerksam.
ZDF - Bericht in Heute von/mit Thorsten Schaubrenner auf Youtube

Update 14.11.2008:
SPD-Abgeordnete Ksenija Bekeris fordert Einstellung des Spiels.
Die Hamburger SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Ksenija Bekeris hat den Antrag eingereicht, um für die Einstellung des Pennergames zu sorgen, weil sie darin einen Verstoss gegen den §3 unseres GG sieht und konkret gegen die Würde obdachloser Menschen.

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01.08.08

abgehakt


Mal wieder richtig Frust rauslassen? Nachbar, Kassiererin, Kollegen... alle doof? Du solltest vielleicht mal wieder in den Wald fahren, um dort einen lauten Urschrei rauszulassen, oder du schreibst dir deinen Frust von der Seele. Die Seite abgehakt - früher "Froschkönig" - ist wieder online. Froschkönig wurde schon in den 90er Jahren entwickelt, ging aber mehrfach off, wurde umgebaut und nun auch umbenannt und ist nun also als "abgehakt" wieder im Netz. Im Gegensatz zu früher, wo es ausschliesslich um Ex-Partner ging, stehen nun Rubriken wie z.B. Kollegen, Vorgesetzte, Nachbarn, Mütter, Verwandte ... zur Verfügung. Ich finds ganz witzig, allerdings stelle ich mir die Frage, wer die Beiträge lesen soll. Gibt es Leute, die freiwillig den Frust von anderen lesen?
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21.07.08

Beta-Blogger

Wir stecken im sogenannten Sommerloch. Das ist die Zeit, wo in der Politik wenig geschieht, viele der Deutschen verreist sind und die Presse händeringend nach Themen sucht. Doch bevor professionelle Journalisten für ihr professionelles Gehalt mit den Fingern an den Füssen spielen oder gar die gutbezahlte Zeit nutzen, um an ihren privaten Blogs zu schreiben, lässt sich das eine oder andere Beta-Thema finden.
Der Spiegel hat nun den Vogel abgeschossen, in dem er drei seiner Mitarbeiter damit beschäftigt hat, einen zweiseitigen Artikel namens "Beta-Blogger" zu verfassen, in dem die deutschen Blogger beleidigt und diskriminiert werden. Ist die offizielle Presse etwa derzeit doppelt in der Klemme? Sollte es sich nicht nur um das Sommerloch handeln, sondern auch um schwindende Leserzahlen - Leser, die vielleicht gerne ihre Zeit mit Bloglesen verbringen? Wie dem auch sei, es fällt schon deutlich auf, einen so extrem diffamierenden Artikel im Spiegel zu lesen.
Schon in der Einleitung steht: "Die meisten (=Blogger) sind unpolitisch und rechthaberisch, selbstbezogen und unprofessionell." Dieser Satz disqualifiziert sich eigentlich selbstredend. Trotzdem: Abgesehen von "rechthaberisch", was eine Charaktereigenschaft ist, würde ich die anderen drei Attribute nicht als negativ betrachten. Unprofessionell: Ich finde es schön, unprofessionell sein zu dürfen, denn ich bin keine Journalistin und möchte dies nach ersten Praxiserfahrungen auch auf gar keinen Fall sein. Ich mache hier, was ich will, und schreibe wann und wieviel ich will. Auch lesen möchte ich nicht unbedingt von Profis, sondern finde es viel angenehmer, die Zeilen von Privatleuten zu lesen. Ich persönlich glaube nämlich, dass Privatleute ehrlicher sind - zumindest können sie ehrlich sein, wenn sie möchten. Selbstbezogen: Ja natürlich, was denn sonst? Wenn ein Mensch über etwas Bescheid weiss und darüber solide und ehrlich schreiben kann, dann ja wohl über sich selbst, sein eigenes Leben, seine Empfindungen und Wahrnehmungen. Unpolitisch: So sind nun mal viele Deutsche und warum auch nicht? Selbst wenn man sich für Politik interessiert, muss es nicht heissen, dass man darüber schreiben oder diskutieren möchte.
Weiterhin behaupten die drei Autoren: "Lust an der Beschimpfung scheint überhaupt eine Grundvoraussetzung zu sein, um zu bloggen." Als Beispiele werden Henryk M. Broder und Stefan Niggemeier angeführt. Ersterer bloggt privat und schreibt beruflich ebenfalls beim Spiegel, zweiterer ist Medienjournalist und Mitbetreiber des Bild-Blogs. Das ist schon äusserst seltsam!!! Spiegel-Journalisten ziehen in einem Artikel über ihre Kollegen her und verallgemeinern auf die gesamte Blogosphäre. Eine Mitarbeiterin vom Tagesspiegel wird ebenfalls angeführt.
Diskriminiert wird auch der Autor des Blogs "Spiegelfechter", Jens Berger, mit dem unverschämten Absatz: "Es sind Leitartikel für den Hausgebrauch. Aber woher wissen die Leser, ob der Autor wirklich so omnikompetent ist? Im Hauptberuf macht Berger Öffentlichkeitsarbeit für einen Wasserversorger." Ich denke mal zu dieser bodenlosen Frechheit wird keinerlei Erläuterung mehr gebraucht.
Nun könnte man zusammenfassen: Journalisten nutzen Blogs, um in die Bloggeria einzugreifen, und anschliessend nutzen sie die von ihnen geschriebene Zeitung, um die von ihnen mitgestaltete Bloggerszene zu diffamieren. Geschrieben ist der Artikel wie ein Tatsachenbericht, bei genauerem Hinsehen entpuppt sich das Geschreibsel aber nicht mal als seriös geschriebene Meinungsäusserung. Jeder einzelne Satz, bzw. jedes einzelne Argument lässt sich auseinandernehmen und hinterfragen.
Ich sehe in diesem Artikel einfach nur den erneuten Fall eines Machtmissbrauchs seitens der Presse. Der Artikel wird vermutlich keinen Blogger zum Selbstmord oder Mord treiben, wie es eine gewisse "Die Zeitung" bei einer von H. Böll als Katharina Blum bezeichnete Person geschafft hat, dennoch handelt es sich meiner Meinung nach um einen unseriös geschriebenen flächendeckenden Rufmord. Motiv? Die eigenen Leserzahlen retten? Angst um den (überbezahlten) Arbeitsplatz? Oder ist es eher die Enttäuschung, dass die Blogger nicht brav die Recherchearbeit leisten, wo die bezahlten Journalisten dann arrogant drauf zugreifen können? Egal welches Motiv, es ist in jedem Fall eine peinliche Sache, mit Kanonen auf Spatzen zu schiessen.

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17.07.08

Schoko-Bananen-Dusche

Für dieses Duschgel habe ich mich spontan entschieden, als ich es sah. Nach dem ersten Ausprobieren ist es sofort zu meinem Lieblingsduschzeug geworden. Auch der Bananen-Schoko-Geruch, der hinterher aus dem Bad in die Wohnung zieht, ist ganz toll.
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15.06.08

nello


Vor einigen Tagen kam nello

von der Schweizer Netstream AG als Nachfolger des TV-Streaming-Dienstes ADSL.TV

Premium-Alternative zu Zattoo





Die Fotos lassen sich fast alle grossklicken.
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MeinVZ: Verbesserung der Gruppensuche

MeinVZ hat die Darstellung / Auflistung der Gruppen überarbeitet und die Gruppen in diesem Zuge auch in die Suchfunktionen mit eingebunden. Ich denke damit werden die Gruppen attraktiver, weil die Unübersichtlichkeit von früher aufgehoben ist.
Smilies gibt es nun auch, aber die haben mich bisher noch nicht interessiert.
Mein gesamter Post über MeinVZ ist hier zu lesen.
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14.06.08

Neues Trekkingrad: Travel 400

Heute habe ich mir ein neues Fahrrrad geleistet. "Geleistet" ist aber eigentlich das falsche Wort, denn ich war bei Real und habe mir eines der Billig-Räder herausgesucht. Nicht wenige Modelle dort sind rein farblich dermassen belastet, dass ich mich in puncto Konzentration und Ausdauer durchaus gefordert sah, um ein Auswahl unter den optisch unauffälligeren Rädern zu treffen. Reifendicke, -grösse, -profil, Rahmenform, Art der Gangschaltung und wie viele Gänge, Form des Lenkers und natürlich der Preis waren meine Kriterien.
Als ich dann endlich mein neues Trekkingrad gefunden hatte, musste ich suchen, bis ich jemanden vom Personal fand. Ich machte grosse Augen, als ich erfuhr, dass kein Verkäufer mehr da war. "Und jetzt?" frage ich. Ich könnte mir das Rad selbst zusammen schrauben und damit zu Kasse gehen. Ja, klar, Service-Wüste Deutschland - also habe ich mir mein neues Fahrrad selbst zusammengeschraubt.
Zu Hause musste ich dann noch mal ran ans Werkzeug, denn die Schrauben mussten alle nochmal festgezogen und die Bremsen eingestellt werden. Das erste Problem zeigte sich beim Einstellen der Bremse: Diese schleifte hartnäckig und immer wieder.

Update 22.06.08:
Heute während einer kleineren Fahrradtour durch den Park kam ein Herr auf uns zu, als wir auf einer Parkbank pausierten. Mir fiel sofort auf, dass er ein Fahrrad von der selben Marke hat wie ich. Er suchte Rat, sah ganz verzweifelt aus und wollte sich mein Rad mal ansehen. Leider sprach er wenig Deutsch und verabschiedete sich bald wieder mit verzweifeltem Gesicht. Hm, ich bin gespannt, was mit diesem Discountrad noch auf mich zukommt. Aber ich hoffe, für meine Zwecke, nur etwas durch den Bezirk zu fahren, wird es ausreichen. Meine Bremse schleift übrigens immer noch.

Update 27.03.09:
Nach noch nicht mal einem Jahr kann ich mich wohl von diesem Fahrrad verabschieden. Seit schätzungsweise 14 Jahren bin ich nicht mehr vom Fahrrad gefallen. Heute ist es mir dann passiert, und ich bin immer noch etwas fassungslos.
Gerade als ich vor dem Willi-Brand-Haus die Ampel überquert hatte, blockierte der Vorderreifen, das Hinterteil vom Fahrrad bäumte sich hoch und ich stieg über den Lenker ab. 'Das gibts doch nicht' und 'Ach du Schei***!' schoss es mir durch den Kopf, aber bewegt habe ich mich während meines kurzen Flugs wohl nicht. Denn gelandet bin ich auf den Ellenbogen nach vorne rutschender Weise und dann mit dem obersten Ende meiner Beine. Da lag ich dann bäuchlings auf dem Boden und das Fahrrad war irgendwie über mir, verknotet mit meinen Beinen; wie ein Knoten kam es mir jedenfalls vor. Zwei liebe Mitmenschen - ja, die gibt es im verrufenen Kreuzberg! - eilten mir zu Hilfe herbei, so dass ich mich aufrappeln konnte.
Das war wirklich Glück im Unglück oder ein Schutzengel! Meine Ellenbogen sind blutig, aber noch heil, und der Wollpullover hat seltsamerweise nichts abbekommen. Die Schultern, vor allem auf einer Seite, tun weh, lassen sich aber in alle Richtungen bewegen. Meine Knie sind leicht abgeschürft und schmerzen, sind aber auch heil geblieben. Meine Beine sind knapp unter der Hüfte rot. Sonst nichts passiert, ausser dass sich der Vorderreifen meines Fahrrads nicht mehr dreht.
Ein sehr guter Freund kam mir zu Hilfe und suchte nach der Ursache des Unfalls. Allem Anschein nach haben sich die Metallstreben gelockert, die das Schutzblech halten und sind in die Speichen geraten. Denn diese Streben sind nicht fest verschraubt, sondern nur lose in Gummimuffen eingesteckt, so dass sie sich lösen können. Eine Sparmassnahme des Herstellers, die den Radfahrer dann Kopf und Kragen kosten kann.

Update 28.03.09:
Meine Beine unterhalb der Hüfte haben inzwischen riesige dunkelblaue Flecken. Fotos werde ich euch nicht zumuten;)
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01.06.08

Weltkindertag Kuscheltieraktion

Heute war ich bei der Weltkindertag Kuscheltieraktion auf dem Alexanderplatz. Zugunsten finanziell schlechter gestellter Kinder war angestrebt, möglichst viele Kuscheltiere zu sammeln und zu spenden. Dazu wurde seit Monaten im iNet eingeladen oder aufgerufen. Wir hatten warmes Wetter mit strahlendem Sonnenschein, als ich eintraf waren schon viele Leute und auch die Presse anwesend ...
Dieses Bild und damit den Aufruf zur Weltkindertag Kuscheltieraktion fand ich durch Zufall im www. Das Event ist ein Flashmob, der von der Sturm Crew Berlin organisiert und von Jappy unterstützt wurde. Das Ziel bestand darin, möglichst viele Kuscheltiere zu sammeln und diese durch die Berliner Tafel e.V., in deren Ausgabestellen, an bedürftige Kinder zu verschenken.
10 Minuten vor 15 Uhr war ich vor Ort.
Der angestrebte Platz vor Kaufhof war bereits durch den Aufbau für eine andere Veranstaltung belegt. Lange suchen brauchte ich aber nicht nach dem Flashmob, denn vor der Weltzeituhr wurde eine Jappy-Fahne geschwungen.
Weniger auffällig als es ein Flashmob theoretisch erfordert, sammelten wir uns, und auch die Presse war nicht zu übersehen. Auf Zuruf per Megafon versuchten alle Anwesenden ihre mitgebrachten Kuscheltiere gleichzeitig in ein vorgegebenes Areal zu werfen. 1000de von Kuscheltieren, die gleichzeitig durch die Luft fliegen, sollte der Höhepunkt der Aktion sein.
Bevor die Kuscheltiere eingesammelt wurden, stellten sich die Leute von der Sturmcrew und die Mitarbeiter der Beriner Tafel nochmal für Fotos in Pose und das wars dann auch schon.
Leider habe ich in den Nachrichten und Zeitungen hinterher nichts mehr über die Aktion gefunden - von daher finde ich es um so wichtiger, dass Privatleute in Blogs und Homepages darüber berichten.
Die Fotos lassen sich fast alle grossklicken.oder hier im Galeriealbumgemütlich ansehen und kommentieren.
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